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Angst ist immer auch körperlich

Angst und Anspannung ist niemals rein mental. Ein entspannter Körper kann keine Angst fühlen.
Eine traumatische Situation führt dazu, dass der Körper die Muskeln anspannt. Ist die traumatische Situation vorbei, müsste sich der Körper
eigentlich wieder entspannen und die angespannten Muskeln z.B. in den Schultern, im Nacken oder im Bauch wieder loslassen.
Dies passiert aber oft nicht. Stressige Situationen werden oft zur Norm und der Körper kann die körperliche Anspannung nicht mehr loswerden.
Der Kopf denkt nun, dass die Gefahrensituation immer noch besteht und dass er immer noch bedroht ist.
Stress und Angst sind hierbei nicht unterschiedlich. Stress im Job ist meist Angst vorm Versagen oder Angst nicht gut genug zu sein.
Das Leben steckt voller stressiger, schwieriger und traumatischer Situationen. Der Körper trägt nun diese Ängste in Form von Muskelspannungen dauerhaft mit sich herum.

Hier gilt es loszulassen. Dies ist nicht einfach. Oft merkt man die Anspannungen gar nicht mehr, da sie chronisch geworden sind. Die Atmung ist oft chronisch flach geworden und man hat kein Bewusstsein dafür.
Der erste Schritt ist das bewusst machen, wie angespannt der Körper eigentlich ist. Hierdrum geht es auch bei der Alexander Technik, welche weltweit gelehrt wird.

Es ist wichtig, den Körper immer wieder zu beobachten, ob er sich unnötig anspannt und man mehr Muskelspannung als nötig in sich trägt.
Die eigene Atmung kann man auch sehr gut beobachten. Wir sie zu flach und die schnell, kann man hier sofort durch tiefe, langsame Bauchatmung eingreifen und so zu mehr körperlicher Entspannung kommen.
Das Beobachten des Körpers und der Atmung hat mir geholfen jahrelange chronische Verspannungsschmerzen zu lindern.

Besonders oft angespannt hielt mein Körper, durch Stress und Angst ausgelöst, die Schultern, den Hals, den Bauch und im Gesichtsbereich den Kiefer. Besonders das Gesicht kann eine Menge Anspannung halten.
Ein entspanntes Lächeln kann hier helfen, die Gesichtsmuskeln wieder zu lösen und zu entspannen.

Angst ist natürlich ein weiter Begriff. Auch andere negative Emotionen fallen in diese Kategorie, wie z.B. Nervosität, innere Unruhe, Wut, Eifersucht oder Unsicherheit. Alle negativen Emotionen gehen auch immer mit körperlicher Anspannung Hand in Hand.

Man kann lernen, zu sehen wie angespannt sich Menschen halten oder bewegen, und wie flach oder wie tief sie atmen und dann Rückschlüsse auf die mentale Verfassung ziehen. Unterbewusst nimmt man die Atmung anderer Menschen sowieso wahr, da sie ganz eng mit dem Gefühlen der anderen Person zusammenhängt und man will in der Regel wissen, wie sich die andere Person fühlt. Nur so kann man wissen, welches Verhalten von anderen Menschen zu erwarten ist.

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