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Ursprünge der Angst

Die meisten Ängste sind heute sozialer Natur. Tony Robbins definiert zwei „Primal fears“ also zwei Urängste. Die Angst, nicht genug zu sein und die Angst nicht geliebt zu werden.

Hat ein Baby diese Ängste, dann ist dies sehr verständlich. Denn ein Baby oder ein Kleinkind benötigt die Eltern um zu überleben. Ablehnung der Eltern kann für das Kind zum Tod führen, wenn es von diesen verlassen wird.

Als Erwachsene sind wir jedoch hoffentlich unabhängig von anderen Menschen und brauchen diese nicht mehr um zu überleben.

Trotzdem haben sich diese sozialen Ängsten tief ins Unterbewußtsein eingegraben und wir tragen sie meist unser ganzes Leben mit uns herum. Wir haben Angst vor Ablehnung anderer Menschen, auch wenn diese Ablehnung im Erwachsenenalter kaum noch Relevanz hat.

Verlassen einen Freunde, kann man sich neue soziale Kontakte suchen. Verlässt einen der Partner, dann kann man ebenfalls einen neuen Partner finden. Man ist also von anderen Menschen nicht mehr abhängig, wie man dies als Baby noch von den eigenen Eltern war.

Das muß man sich immer wieder bewußt macht. Man sollte sich nicht verstellen, nur um anderen Menschen zu gefallen. Man sollte die Meinung anderer Leute nicht mehr wertschätzen als die eigene Meinung. Jeder Mensch hat das Recht auf freien Ausdruck seiner Gefühle. Diese beiden Urängste, nicht genug zu sein und von anderen Menschen nicht geliebt zu werden, sind schwer komplett loszuwerden. Jedoch sollte man sich immer bewußt sein, dass man unabhängig von Anderen leben kann, wenn man dies will.

Die Angst lebt im Körper weiter, wenn man sie nicht loslässt und äußert sich in Muskelverspannungen mit denen wir unsere Emotionen wegdrücken um unseren Selbstausdruck zu unterdrücken. Man könnte ja anderen nicht gefallen und es könnte zu einer Ablehnung kommen. Daher werden die Emotionen solange unterdrückt bis es zu chronischen Schmerzen kommt, wie in meinem Fall und man nachts mit den Zähnen knirscht. Die Atmung wird flach, die Körperhaltung ist nicht mehr offen und der Fight-or-Flight Angst- und Schutzmodus des Körpers wird zur traurigen Normalität.

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